Aktuelle Themen

Information zu E.ON-RWE-Transaktion

E.ON und RWE haben die damalige RWE-Tochter Innogy aufgeteilt, wobei E.ON das Endkundengeschäft und den Netzbetrieb von Innogy übernommen hat. RWE behielt das Erzeugungsgeschäft von Innogy und zusätzlich die Erzeugungs-Assets von E.ON sowie eine Beteiligung am früheren Konkurrenten. Diese liegt aktuell bei 16,67 Prozent.

Zehn kommunale Versorger sowie die Naturstrom AG klagen bereits in diesem Kontext vor dem Europäischen Gericht in Luxemburg. Sie fechten die Freigabe der Transaktion durch die EU-Kommission an. Ein an dem Verfahren beteiligtes Unternehmen ist die eins energie in sachsen GmbH & Co.KG (eins), deren Mitgesellschafterin unsere Kommune über den Zweckverband Gasversorgung in Südsachsen ist. Aus dieser Position als Gesellschafterin begrüßen wir die Klärung der Fusion im rechtsstaatlichen Gerichtsverfahren vor dem Europäischen Gericht.

Die Kläger argumentieren dort, dass durch die Fusion im Ergebnis die Gefahr bestehe, dass RWE in der Stromerzeugung und im Stromgroßhandel und E.ON im Netzbetrieb und der Kundenbelieferung die marktbeherrschenden Akteure werden. Damit sind aus Sicht der Kläger Nachteile für mittelständische Kommunalversorger verbunden, die als wichtige Wirtschaftsfaktoren in den einzelnen Regionen aktiv sind. Ebenso werden auch Nachteile für die Bürger hinsichtlich Angebot und Preisentwicklung befürchtet, wenn es weniger gelebten Wettbewerb gibt.

Da diese Auswirkungen auch für uns als Kommune und als Gesellschafterin der eins sowie unsere Bürgerinnen und Bürger spürbar wären, begrüßen wir das aktuelle Verfahren und erhoffen uns durch dieses Rechtsklarheit und vor allem Rechtssicherheit.

Neben der Klage bündeln zahlreiche Energieversorger und andere Akteure der Energiewirtschaft ihren Protest in der Initiative #wirspielennichtmit. Die Akteure sind der Meinung, dass die Megafusion die Vielfalt im Energiemarkt gefährdet und dies nicht im Sinne der Verbraucher sein kann. Die Initiative hat für ihren Protest eine Petition eingerichtet, die sich an die Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager und an Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier richtet. Weitere Informationen zur Initiative und zur Transaktion zwischen E.ON und RWE finden Sie unter: www.wir-spielen-nicht-mit.de und www.eins.de.

 

Zurück