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Baustellen – immer wieder Anlass zu Frust

Hinsichtlich der Zuständigkeit für die Genehmigung einer solchen Baustelle – einschließlich der zugehörigen Beschilderung – gilt es zu unterscheiden, ob es sich um eine Ortsstraße handelt. Für diese ist die Stadt Lauter-Bernsbach in Verantwortung. Ist eine Kreis- bzw. Bundesstraße betroffen, genehmigt die Verkehrsbehörde des Erzgebirgskreis die Baustelle. Antragsteller ist in jedem Falle der Baubetrieb, der konkret an bzw. in der Straße neu baut oder repariert. Und es gibt viele Gründe für solche Eingriffe: Trink- und Abwasserleitungen, Gasleitungen, Telefonkabel, Stromkabel, Straßenbelag, Vermessung, Baumpflege, Gerüst- oder Containerstellungen… die Liste ließe sich noch lange fortsetzen. Hinzu kommen noch Havarien an Medienleitungen, die dringend und kurzfristig erledigt werden müssen.

Aber egal wer nun aus welchen Gründen eine Straße sperren muss, der Frust bei Anwohnern und Autofahrern ist groß. Besonders deutlich wurde dies zuletzt auf der Bockauer Straße im Ortsteil Lauter, bei deren Sperrung gleich mehrere Problemlagen zusammengetroffen sind.

Zum einen hatten sich viele Anträge aufgestaut, da diese Straße über viele Monate hinweg nicht gesperrt werden durfte, da sie als überörtliche Umleitung für die Maßnahmen zwischen Bockau und Aue sowie an der „Rechenhausbrücke“ gedient hat. Diese ordentlich beschilderte Umleitung kann natürlich nicht so einfach wegfallen. In der Folge mussten aber private Maßnahmen – hier Hausneuanschlüsse für Gas, Abwasser und Telefon - bis in den Oktober zurückgestellt werden, standen aber dann in einem kurzen Zeitraum zur Realisierung an, will man doch den Hausbesitzern rechtzeitig vor dem Winter die notwendigen Medien zur Verfügung stellen.

Ein weiteres Hindernis ist die Lage der Bockauer Straße. Während viele andere Straßen leicht innerorts umgeleitet werden können, stehen hier keine Alternativen, wie Parallelstraßen, zur Verfügung. Waldwege sind keine echten Ausweichmöglichkeiten, sind diese doch keine öffentlichen Straßen und entsprechen in ihrem Ausbauzustand (Breite, Markierung, Beschilderung, Ausleuchtung…) nicht den Anforderungen. Entsprechend sind diese Waldwege für den normalen Fahrverkehr gesperrt.

Nicht zu unterschätzen sind auch die geltenden Sicherheitsvorschriften für die eigentlichen Baustellen. Die diesbezüglichen Regeln wurden in den letzten Jahren immer weiter verschärft, sodass Bauarbeiten, für die die Straße bisher nur halbseitig gesperrt werden musste, nun unter voller Sperrung erledigt werden. In der Folge ergibt sich statt einer kleinen Wartezeit, z.B. an einer Baustellenampel, ein großer Umweg.

Das alles ergibt in diesem konkreten Fall eine ärgerliche Mischung, die durch fehlende Information vor Baustart leider noch verschärft wurde. Für die Information der betroffenen Anwohner ist die beantragende Baufirma zuständig. Das heißt, rechtzeitig vor der Sperrung sollte eigentlich jeder einen Zettel mit einer Information zu Grund, Zeitraum und Ansprechpartner vorfinden. Leider klappt dies oft nicht oder nur unzureichend. Hier werden wir in Zukunft unsere Baubetriebe um eine bessere Umsetzung bitten, als Stadt aber auch selbst intensiver auf die Tagespresse und unser Mitteilungsblatt zugreifen. Wie bisher werden wir auch weiter Facebook nutzen, allerdings in dem Bewusstsein, dass wir damit nicht jeden erreichen. 

Straßensperrungen werden leider auch in Zukunft nicht zu vermeiden sein. Straßen wie die Bockauer Straße oder innerörtliche Verbindungen wie Teufelstein und Bernsbacher Straße ziehen – wenn sie gesperrt werden müssen - zwangsläufig große Umwege nach sich. Wir möchten daher um Verständnis bitten, dass die Sperrscheibe oftmals sein MUSS, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten, den Zustand der Straße zu erhalten oder sogar durch einen grundhaften Ausbau deutlich zu verbessern.

 

Hier gilt Rechts vor Links!

Aus gegebenem Anlass möchten wir die Fahrzeugführer nochmals darauf hinweisen, dass INNERHALB der Tempo-30-Zonen grundsätzlich die „Rechts-vor-Links-Regel“ gilt. Insbesondere die neu ausgewiesenen Bereiche im Lauterer sowie Bernsbacher Zentrum erfordern hier erhöhte Aufmerksamkeit.

Beim Ausfahren aus der Zone – hier vor allem auf die Kirchstraße, Rathausstraße, Ernst-Schneller-Straße oder Karl-Liebknecht-Straße, ist hingegen grundsätzlich Vorfahrt zu gewähren. Wir bitten alle Verkehrsteilnehmer um Beachtung und um entsprechende Vorsicht.

 

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