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Liebe Bürgerinnen und Bürger von Lauter-Bernsbach,

das Jahr 2017 neigt sich nun seinem Ende entgegen und die Hoffnung auf eine ruhige und besinnliche Weihnachtszeit wächst. Lange warten wir schon darauf, etwas zu verschnaufen, um Kraft zu tanken und uns dann mit neuen Vorsätzen ins neue Jahr zu stürzen.

Was ist Weihnachten eigentlich? Die Zeit der gut gedeckten Tische? „Selbstverständlich“ die Zeit der großen Geschenke? Heute scheint es so. Doch ist dies selbstverständlich? Schauen Sie in die Welt hinaus. Da gibt es Hunger, Krieg, Machtgehabe, Umweltkatastrophen. Es gibt Anschläge auf friedliche Menschen, Religionsrivalitäten und Armut, Wut und Hass.

Es ist nicht normal, dass es uns gut geht. Wir nehmen es nur als selbstverständlich hin, da es zumindest für meine Generation immer so war. Dennoch sehe ich täglich das Ringen um das Höher, Schneller, Weiter. Der zweite Platz reicht uns nicht,die Ellenbogen werden härter und die Unzufriedenheit wächst. Deswegen mache ich mir Sorgen.

Worum geht es eigentlich in der Gesellschaft? Beruf ist Berufung - mit Liebe etwas gut zu machen. Es sollte darum gehen, sich gegenseitig zu respektieren, egal welchen Platz man im Leben einnimmt, sich zu helfen, sich mit anderen zu freuen. Ansehen, Geld und Prestige haben keinen Wert, wenn man die Gesundheit oder einen lieben Menschen verliert. Menschlichkeit, Mitgefühl und Unterstützung, füreinander da sein - das ist etwas, was man nicht bezahlen, aber schenken kann. Weihnachten ist das Fest der Liebe, im Erzgebirge das Fest des Lichtes und die Erinnerung an die Barmherzigkeit eines Gastgebers und die Geburt des kleinen Christkindes.

Ich danke allen, die sich im zurückliegenden Jahr für eine zufriedene Stadt eingesetzt haben. Es ist viel erreicht worden, aber auch unliebsame Entscheidungen mussten getroffen werden. Lassen Sie uns gemeinsam an einer schönen Zukunft arbeiten. Jeder von uns ist ein Teil der Gesellschaft, ein Rädchen unserer Stadt. Fällt eines aus, dann läuft es unrund.

Ich wünsche allen eine frohe und gesegnete Weihnachtszeit, aber auch Trost und Licht in schweren Zeiten.

Ich wünsche mir in diesem Jahr mal Weihnacht´ wie es früher war.

Kein Hetzen zur Bescherung hin, kein Schenken ohne Herz und Sinn.

Ich wünsch' mir eine stille Nacht, frostklirrend und mit weißer Pracht.

Ich wünsche mir ein kleines Stück von warmer Menschlichkeit zurück.

Ich wünsche mir in diesem Jahr ´ne Weihnacht, wie als Kind sie war.

Es war einmal, schon lang ist's her, da war so wenig - so viel mehr.

Jutta Gornik

Ihr Bürgermeister Thomas Kunzmann im Namen des Stadtrates und der Stadtverwaltung

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